Integraler Yoga

Der Integrale Yoga geht zurück auf den indischen Philosophen, Yogi und Politiker Aurobindo Ghose (1872-1950), sowie seiner Gefährtin Mirra Alfassa (1878-1973). Aurobindos Lebenswerk umfasst die Erforschung der indischen Mystik, wobei er die Grundannahmen der alten Yogaschriften extrahierte und sie im Konzept des Integralen Yoga zusammenführte. Seine Absicht war es einen Yogaweg zu finden, der gleichzeitig in seiner Wirkweise effektiv und dabei in das normale Leben integrierbar ist.

Seine Vorstellung von "Erleuchtung" übersetze ich persönlich als individuelle und maximale Potenzialentfaltung.

Die diversen Ebenen des Menschseins im Integralen Yoga
Die diversen Ebenen des Menschseins im Integralen Yoga

Die Ebenen des Wesens

Aurobindo hat verschiedene Ebenen unserer Menschlichkeit definiert und ihnen die Werkzeuge des Yoga zur Potenzialentwicklung zugeordnet.
In der bildlichen Darstellung sehen Sie konzentrische Kreise, wobei sich im Zentrum die individuelle Kernpersönlichkeit befindet. Zutreffend wären auch Bezeichnungen wie Essenz, Seele und Selbst.
Im ersten Ring um diese Mitte ist die menschliche Bewusstseinskraft, wobei Bewusstsein als reine Fähigkeit und Präsenz gemeint ist. Es folgt als nächste Ebene das Mental (assoziiert mit unserem Denken), danach die Ebene des Vital (assoziiert mit unseren Gefühlen und Trieben) und als äußersten Ring die Physis (assoziiert mit unserem materiellen Körper).

Die Arbeit des Yoga geht den Weg von Außen nach Innen. Gemäß dieses Konzepts wird zuerst der Leib versorgt, damit unsere physischen Bedürfnisse befriedigt sind. Es folgt der Ausgleich im Nervensystem, so dass jemand mit Übererregung sich beruhigt und umgekehrt jemand mit Erschöpfung sich regeniert. Schließlich folgt die Betrachtung des Denkens, der ein meditativer Zustand reiner Präsenz folgen kann.

Die weiteren Quellen meiner Arbeit sind: